Unser Leistungsbild

Bodenschutzkonzepte

Zum Erhalt bzw. der Sicherstellung der belebten Bodenzone in der Planung, dem Verlauf und nach einer Baumaßnahme regelt ein Bodenschutzkonzept als Steuerungsinstrument den Eingriff in das Schutzgut Boden. Es setzt das Vermeidungs- und Minderungsgebot für Eingriffe in den Boden konzeptuell um. Die hierfür wegweisende Norm ist die DIN 19639 - sie regelt die fachlichen und technischen Vorgaben.

 

Ein Bodenschutzkonzept ist als informative Beilage zu Plangenehmigungsverfahren zu verstehen und wird nicht planfestegestellt. Es besteht in der Regel aus:

 

  • dem Fachbeitrag Boden (Bodenkartierung und Bewertung)
  • stofflicher und physikalsicher Ausgangszustandsbetrachtung
  • vorsorgenden Bodenschutzmaßnahmen
  • Maßgaben für den baubegleitenden Bodenschutz
  • nachsorgenden Maßnahmen (Rekultivierung)

Mit Stichtag 01.01.2021 ist in Baden-Württemberg ein Bodenschutzkonzept für alle Baumaßnahmen, die größer als 5.000 m2 sind, anzufertigen. Dies wird über das LBodSchAG, § 2 ‘Pflichten anderer Behörden und öffentlicher und sonstiger Planungs- und Vorhabenträger‘, geregelt. Weiter kann die zuständige Behörde verlangen, dass die Umsetzung - während der Ausführung eines Vorhabens auf einer Fläche von mehr als 1,0 Hektar - von einer zu bestellenden fachkundigen bodenkundlichen Baubegleitung überwacht wird.



Wasser und Bodenschutz

Im Rahmen von Genehmigungsverfahren, die wir begleiten, werden im Rahmen von Wasserrechtlichen Anträgen, Versickerungseinrichtungen oder drohenden diffusen Schadstoffeinträgen vorsorgelich Qualitätssicherungskonzepte zur Herstellung von Versickerungseinrichtungen, Einleitgenehmigungen o.ä. gefordert. Ebenso sind die Anforderungen der Wasserrahmenrichtlinie durch Bauträger sicherzustellen. Wir kümmern uns kompetent um diese Anliegen mit den Schwerpunkten:

 

  • vorsorgender Gewässerschutz
  • Schadstoffcharakteristierung und Passivierung
  • vermeidung von diffusen Einträgen
  • Eingleiderung der Maßnahmen in den Bauprozess
  • Sicherstellen der Genehmigungsfähigkeit
  • Qualitätssicherungsplan



Probenahme

Um Bodenmaterialien in ihrer Qualität einordnen zu können, nehmen wir charakterisierende Proben nach LAGA PN98 aus Haufwerken oder In-situ nach DIN 19698-6 zum Direktausbau und Entsorgung nach Aufbruch. Wir stufen die Bodenmaterialien nach geltendem Recht ein, ordnen sie Abfallströmen und Abfallarten zu und kümmern uns als Fachgutachter (geschulte Probenehmer nach LAGA PN 98, Fachkräfte für Boden-Abfall-Rückbau), um eine korrekte Verwertung oder Verbringung.

Wir beproben:

 

  • Feststoffe
  • Mineralische Bodenmaterialien/ Oberboden (nach BBodSchV)/ Unterboden
  • Bauabfälle (Schwarzdecken, Bauschutt, Metalle ...etc.)
  • Wasser/ Grundwasser

elektronisches Nachweisverfahren (eANV)

Die Nachweis- und Registerführung im Rahmen der Entsorgung nachweispflichtiger, i. d. R. gefährlicher Abfälle muss seit dem 1. April 2010 in elektronischer Form erfolgen. Wir etablieren, installieren und betreuen zuverlässig in der digitalen Überwachung und Einhaltung ihrer Nachweispflicht ihr Projekt. Wir bieten:

  • digitales Nachweisverfahrens für überwachungsbedüftige Abfälle
  • digitales Nachweisverfahrens für nicht überwachungsbedüftige Abfälle


Bodenkartierung

Zur Definition der Schutzwürdigkeit und von auszubauenden Bodenschichten/ Bodenhorizonten sowie zur Ermittlung von Massenangaben oder ganz klassisch zur Erstellung von Bodenkundlichen Karten, legen wir Leitprofile an und kartieren mit Pürckhauer und Rammkernbohrungen die Beschaffenheit des Untergrunds. Linienbaustellen, Windparks, landwirtschaftliche Flächen und Flächenbaustellen in der freien Landschaft und in Schutzgebieten sind unser Spezialgebiet.

 

Information:

 

Information:

Die Bohrstockkartierung ist minimalinvasiv und wird mit einem Bohrdurchmesser von ca. 4 cm bis maximal 2 m unter Geländeoberkante abgeteuft. Jedes Leitprofil wird mit Spaten und Schaufel gegraben auf einer Fläche von ca. 1,5 m² und bis in eine Tiefe von max. 1,5 m unter Geländeoberkante. Die Anlage der Profilgrube erfolgt nach den Vorgaben der Bodenkundlichen Kartieranleitung (KA 5), die Trennung von Bodenhorizonten sowie der schichtweise Wiedereinbau wird gewährleistet.

Eine Befahrung von unbefestigten Flächen durch Maschinen findet nicht statt.



Die Vermeidung der Verbreitung von Neophyten wird vor Baubeginn betrieben.
Die Vermeidung der Verbreitung von Neophyten wird vor Baubeginn betrieben.

Umweltbaubegleitung

Bodenkunde + Ökologie + Wasserschutz = Umweltbaubegleitung

 

Je nach Komplexität des Bauvorhabens bieten wir die Leistungen ganz oder in Zusammenarbeit mit erprobten Partnern an:

 

Leistungen während der Planung:

  • Bodenschutzkonzept, Landschaftspflegerischer Begleitplan, Wasserschutzkonzept, Kartierung sämtlicher Schutzgüter (Boden, Vögel, Amphibien, Pflanzen), Landschaftspflegerischer Ausführungsplan
  • technische Ausführungsplanung und Abstimmung zur Vermeidung von Folgeschäden und schadhaften Eingriffen in den Naturraum
  • die Abstimmung und Planung des Vorhabens mit den Behörden als Fachansprechpartner
  • ein dezidiertes Massenmanagement
  • Ausschreibungsbegeleitung und Prüfung (Baustraßen, Nisthilfen, BBB Leistungen in der Bauphase) sowie die Ergänzung des Leistungsverzeichnisses
  • ...

Während der Baubegeleitung:

 

  • Schulung der Ausführenden (Baggerfahrer) bzw. der Subunternehmer
  • Teilnahme an allen relevanten Bausitzungen
  • Baustellenbegehungen sowie Bild- und Schrift-Dokumentation
  • Veranlassung Ökologischer Minderungsmaßnahmen, Betreuung CEF-Maßnahmen
  • Vor-Ort-Beratung
  • Überwachung von Oberboden Ein- und Ausbau, Aufmietung...etc.
  • Identifizierung von Schadverdichtungen
  • Meliorationsplanung: Plan zu Wiederherstellung des Bodengefüges und Bodenlebens (Melioration) sowie Festlegen eines Ziel-Biozöns Folgebewirtschaftung

 



 

 

 

Soil Water Ecology Consult

Sebastian Köhli / GF

Nokkstraße 20 | 76137 Karlsruhe

E-Mail: info@sweconsult.de